Ringelblume

Ringelblume, nicht nur bei Hautproblemen

 

Die Ringelblume, auch Calendula genannt, ist ein Korbblütler und schön anzusehen. Sie ist eine überwiegend einjährige Pflanze (manchmal klappt trotzdem das Überwintern), die zudem bis zu einem halben Meter hoch werden kann und trägt den lateinischen Namen Calendula officinalis. Der „korrekte“ deutsche Name wäre die Gemeine Ringelblume, welcher allerdings im normalen Sprachgebrauch nicht verwendet wird.

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Inhaltsverzeichnis:
– Die wesentlichen Inhaltsstoffe
– Zugeschriebene Eigenschaften
– Anwendungen aus der Naturheilkunde
– Darreichungsformen Salbe und Tee
– Wann nicht verwenden
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Einen hohen Bekanntheitsgrad hat die Ringelblumensalbe erlangt, weil Sie häufig bei Hautproblemen Anwendung findet. Die Naturheilkunde kennt aber noch mehr Anwendungen. Im Jahre 2009 ist die Ringelblume sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt worden. Industriell wird in der Lebensmitteltechnik Calendula gerne als Farbstoff zum Beispiel bei Butter eingesetzt.

Ringelblume Calendula

Inhaltsstoffe der Ringelblume

Die bedeutendsten Inhaltsstoffe von Calendula officinalis sind Flavonoide, Carotinoide, Polysaccharide und zu einem geringeren Anteil zudem ätherische Öle. Erwähnenswert sind ebenfalls Cumarine und Bitterstoffe.

Haut Faltenkiller

 

 

Eigenschaften von Calendula

Entsprechend den Inhaltsstoffen ergeben sich auch diverse Eigenschaften der Pflanze, weshalb die Ringelblume aus Sicht der Naturheilkunde wie folgt beschrieben werden kann:

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • pilzhemmend
  • beruhigend
  • krampflösend
  • blutdrucksenkend
  • wundheilend

Calendula Seife

Anwendungen in der Naturheilkunde

Es gibt keine gesicherten Studien über die Wirksamkeit von Calendula betreffend die medizinische Anwendung, trotzdem findet die Ringelblume schon lange in der Naturheilkunde Verwendung und bedient sich des Erfahrungsschatzes. Auch Hildegard von Bingen erkannte die Ringelblume als nützliche Pflanze.
Dementsprechend ergeben sich eine ganze Reihe an Anwendungsmöglichkeiten über die bei Hautproblemen hinaus. Die folgende Aufzählung soll zudem die Vielseitigkeit von Calendula bezeugen:

  • Hautprobleme
  • Wunden
  • Ekzeme
  • Quetschungen
  • Furunkel
  • Brandwunden
  • Sonnenbrand
  • Blutergüsse
  • Venenleiden
  • Afterjucken
  • Hämorrhoiden
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Brechreiz
  • Bluthochdruck
  • Schwindel
  • Husten
  • Krämpfe
  • Schlafprobleme
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden

Apotheke der Natur - Kräuter

Darreichungsformen der Ringelblume

Wer sich gerne alternativer Heilmethoden bedient, hat deshalb sicherlich die bekannte Ringelblumensalbe in der Hausapotheke. Diese bietet sich in erster Linie bei den erwähnten Hautproblemen bzw. Hautverletzungen an. Die Calendulasalbe, manchmal auch als Calendulabalsam bezeichnet, bringt man gleichmäßig auf die entsprechenden Partien auf. zudem werden auch gerne Ringelblumenkompressen verwendet. Es gibt aber noch weitere Formen der Nutzung von Calendula.

Ringelblumensalbe
So ist auch der Ringelblumentee eine Option, zudem er insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden bereits von Hildegard von Bingen empfohlen wurde. Gerne wird dieser Tee vor allem von Frauen in einer Mischung mit Schafgarbe verwendet, weil er gegen Wechseljahresbeschwerden und Menstruationsbeschwerden helfen soll. Nebenbei bemerkt, die Schafgarbe wird von vielen als Frauenkraut bezeichnet, allerdings sollte sie nur wohl dosiert Anwendung finden.

Nebenwirkungen? Wann nicht verwenden

Von Nebenwirkungen wird bei der Ringelblume nichts in der einschlägigen Literatur erwähnt, weshalb in der Regel keine Probleme zu erwarten sind. Allerdings gibt es Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, deshalb ist es in diesem Fall besser auf Calendula verzichten.

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Die Inhalte auf dieser Webseite stellen keine Gesundheits- oder Heilungsversprechen dar. Es werden lediglich die Erfahrungen aus der Naturheilkunde, Naturmedizin bzw. Volksheilkunde beschrieben. Die Inhalte erübrigen zudem nicht den Besuch beim Arzt oder Apotheker.

 

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